Die ersten Möbelskulpturen entstanden ab ca. 2001 durch die Beschäftigung mit Arbeiten von Richard Artschwager.
Die Arbeit "Erfolgsgeheimnis" sollte meiner Enttäuschung über eine gewisse Oberflächlichkeit des Kunstbetriebes, in welchen ich mich durch den Beginn meines Kunststudiums begeben hatte, Ausdruck verleihen. Die Arbeit ist mittlerweile zerstört. (Nicht, weil sich meine Meinung zum Kunstbetrieb geändert hatte, sondern hauptsächlich aus Platzgründen.)
Die Arbeit "Warum ich mit der Welt nicht zurecht komme" zeigt ein Eckregal mit keilförmigen Regalböden als Einbauten, die wegen ihrer Schiefheit und Schrägstellung keine Objekte halten können. Alles, was darauf abgesetllt wird, rutscht einfach ab und fällt zu Boden. Diese Arbeit entstand aus einer ähnlichen Haltung, wie "Erfolgsgeheimnis". Sie bezieht sich allerdings mehr auf das Leben im Allgemeinen, als auf den Teilbereich des Kunstbetriebs.
Die Arbeit "Warum ich mit der Welt so gut zurecht komme" - ein massiver Buchenholztisch in der Schreinerwerkstatt der Akademie der bildenden Künste in München gefertigt - mit einer Wachstuchtischdecke aus dem Baumarkt darauf spielt mit den soziologischen Bedeutungen und Funktionen der Einzelobjekte. Der massive Schreinertisch steht für Handwerksqualität, Bodenständigkeit und eine (aus Mittelschicht-Perspektive) gediegene Ästhetik, die Wachstuchtischdecke steht für Billig-Produkte und Wegwerfartikel. Der Tisch ist auf Haltbarkeit ausgelegt, die Decke wird entsorgt, sobald sie ausgedient hat. Zudem stört die Funktion der Tischdecke (den Tisch darunter zu schützen) die Ästhetische Funktion des Tisches.
Die Mödebl-Skulptur "Sowas von 100% männlich" ist eine (selbst-)ironische Auseinandersetzung mit dem Thema Männlichkeit und männliche Identität. Hier wurde ein gefundener Holzstuhl mit Glitzerpailletten bestickt. Der Satz "Sowas von 100% männlich" ist ein Zitat aus dem "SpongeBob-Film". Der Hauptcharakter, SongeBob, in diesem Animations-Kinderfilm wäre gerne weniger kindisch und ernsthafter. Da er auf eine Beförderung zum Manager einer Fast-Food-Restaurant-Filiale durch seinen Chef hofft, sagt er im Laufe des Filmes den Satz: "Ich bin sowas von 100% männlich!". Die Tatsache, dass SpongeBob allerdings nicht wirklich erwachsen/männlich ist, gepaart mit zwei getrockneten Feigen auf der Sitzfläche, sowie 4 Eiern, auf dem der Stuhl steht,
geben der Arbeit ihre ironische Richtung. Die Arbeit entstand während meiner Studienzeit in einer Klasse für konzeptuelle Malerei, die in ihrer (Geschlechts-)Struktur und inhaltlichen Beschäftigung mit Sex- und Genderthematiken sehr weiblich geprägt war.